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Kondition


 

 


Eine gute Kondition
stärkt auch das Immunabwehrsystem

 

Kondition

   

Grundkondition

Im Gegensatz zur aktuellen Kondition, d.h. von jenem körperlichen Zustand, in dem sich der Beschäftigte aufgrund seiner wie auch immer fortgeschrittenen Arbeit befindet, beschreibt die Grundkondition jene Leistungsvoraussetzung, die eine Person a priori mitbringt. Diese setzt sich auf der körperlicher Ebene aus den Komponenten Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination zusammen. Eine gute Grundkondition ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, dass arbeitsbezogene Präventivmaßnahmen greifen können.

Kraft und Koordination sind entscheidende Faktoren für Bewegungsqualität, Beweglichkeit und Ausdauer bestimmen die Erholfähigkeit und damit auch die Notwendigkeit für Belastungswechsel wesentlich mit.

So ist weiters davon auszugehen, dass Beschäftigte mit überdurchschnittlicher Ausdauer weit besser in der Lage sind, Schichtarbeit auszuhalten. Plausibel ist allerdings auch die These, dass nur Beschäftigte, die die Schichtarbeit gut aushalten, sich in der Lage fühlen, ein umfangreiches Ausdauerprogramm zu verfolgen ! Hier fehlt es meines Wissens nach noch an Grundlagenforschung….

Repetitive (immer sich wiederholende Tätigkeiten), lange und unregelmäßige Arbeitszeiten sowie eine unausgeprägte Bewegungskultur rücken die Konditionsfrage ins Zentrum von Überlegungen rund um die langfristige Gesundheiterhaltung.

Arbeit hat in den meisten Branchennur bedingt konditionsfördernde Wirkung.

En passant aus der Arbeit resultierende Trainingsreize könnten konditionserhaltend bzw. konditionsfördernd wirken, wenn

  1. die Belastungsumfänge die individuellen Beanspruchungsniveaus berücksichtigen könnten
  2. die Arbeitsaufgaben mit hoher Bewegungsqualität (siehe dort) durchgeführt werden würden
  3.  die Arbeitsaufgaben auch mit dieser Zielsetzung durchgeführt werden würden

ad 1) Belastungsumfänge und Beanspruchungsniveau

Dies würde voraussetzen, dass

  • ausreichend viele MitarbeiterInnen zur Bewältigung der Arbeitsaufgaben eingesetzt werden

  • die eingesetzten MitarbeiterInnen ein ausreichendes Qualifizierungsniveau haben

  • Arbeitsaufgaben entsprechend der Beanspruchbarkeit der Mitarbeiter verteilt werden

  • im Rahmen der Abwicklung des täglichen Aufgabenpensums (Lieferung, Warenverräumung, Kundenbetreuung, etc.) ausreichend viele Handlungsspielräume wahrgenommen werden können, um die Beanspruchungsniveaus zu berücksichtigen.

ad 2) Zusammenhang mit Bewegungsqualität

Kondition – und hier beißt sich Katze in den Schwanz - ist auch die Grundlage für eine profunde Bewegungsqualität: Bei mangelnder Kraft und Ausdauer wird der Bewegungsapparat auf Kosten des Stützapparates geschont und in Folge abgeschwächt, beispielsweise die Rückenstreckmuskulatur bei Hebevorgängen und längerem Sitzen im Büro, in der Warte am Kran etc.. Eine Wiederherstellung und Normalisierung des Kraftniveaus der Rückenstrecker ist von größter Bedeutung.

Korrekte Hebevorgänge – nämlich unter dynamischen Krafteinsatz der Beinstrecker und Haltearbeit der Rumpfmuskulatur – würden eben jene für eine gelenkschonende Ausführung wichtigen Muskelgruppen auch kräftigen. Bei Hebevorgängen mit durchgestreckten Beinen und rundem Rücken „erspart“ man sich hingegen diesen trainingswirksamen Aufwand.

ad 3) Körperwahrnehmung

Gesundheit kann vor allem dann positiv beeinflusst werden, wenn nicht nur physische (präventive/leistungsverbessernde) Wirkungen angestrebt werden, sondern auch auf Wahrnehmungen, Erlebnisse und Erfahrungen des eigenen Körpers geachtet wird.

Bei der Arbeit in der Produktion, in der Instandhaltung oder am Bau, mit dem Kunden etc. macht man für gewöhnlich die Aufgaben, den Kunden, usw. und nicht sich selbst zum Thema. Die Erwartungen des Auftraggebers aber auch die Ansprüche des Mitarbeiters drehen sich darum, dass die Aufgaben erledigt werden, nicht aber wie sie im Bezug auf die eigene Gesundheit manipuliert wird. Zu kurz kommen in dem Sog operativen Wirkens

  • die natürliche Körperwahrnehmung

  • die gezielte Aufmerksamkeitslenkung auf Körpersignale

  • das Registrieren von Befindlichkeitsänderungen bei Veränderung von Bewegungsabläufen durch eine andere Bewegungsinitiierung

  • das Gefühl einer schützenden Stabilisierung durch den aktiven Einsatz der Rumpfmuskulatur, etc.

Auf der Basis einer neuformulierten Sinnzuschreibung könnte Arbeit auch als Chance zur Verbesserung der Kondition wahrgenommen werden, was allerdings eine grundlegende Einstellungsänderung zu Arbeit und der Entwicklung eines konstruktiven Selbstkonzepts erforderlich macht.

Als Zwischenstation könnte eine partielle Entkopplung einzelner (besonders) belastender Arbeitsaufgaben aus dem rein operativen Sinngefüge angestrebt werden, etwa durch die Definition der Aufgabe „Kisten aufschlichten“ als „Trainingseinheit für mich“.


Konditionstraining außerhalb der Arbeit  

Da Arbeit - wie oben bereits angesprochen – nur bedingt konditionsfördernde Wirkung hat, ist es notwendig, dass die Beschäftigten darüber hinaus zum Aufbau und der Erhaltung ihrer Muskelmasse, der Steigerung der Muskelkraft und Ausdauerfähigkeit der Muskulatur auch gezieltes Krafttraining durchführen. Strukturelle Veränderungen im Knochen und im Bindegewebe reduzieren das Verletzungsrisiko, neurale Adaptionen ermöglichen eine größere Anzahl motorischer Einheiten in einer erhöhten Frequenz zu rekrutieren, damit die Maximalkraft gesteigert wird. Die Arbeit wird subjektiv als weniger beanspruchend erlebt.

Empfehlenswert sind Traniningsmethoden, die in der betrieblichen Prävention das Prinzip eines „progressives Widerstandstrainings“ verfolgen, das die Muskeln, die Knochen und das Bindegewebe kräftigt. Dadurch wird der Rücken belastbarer: Rückenprobleme treten seltener auf oder werden verhindert. Zusätzlich kann eine Verbesserung der Körperzusammensetzung (Fett-/Magermasse) und der Skelettmuskelfunktionen erreicht werden.

Anmerkung 1:

Aktuelle Kondition

"Conditio" ist die Bedingung, unter der man Belastungen ausgesetzt wird.

Die "aktuelle" Kondition bezeichnet jenen körperlichen Zustand, in dem sich der Beschäftigte aufgrund seiner Grundkondition, seiner (Rest)ermüdung und den Einflüssen der Arbeit befindet.

Die aktuelle Kondition hängt mittelbar auch wesentlich davon, wie ökonomisch gearbeitet wird.

Die Ökonomie der Arbeit hängt von der Arbeitsorganisation, den zu Verfügung stehenden Arbeitsmitteln bzw. Arbeitsverfahren, wesentlich aber auch von der Qualität der Bewegung ab.

Ermüdungszustand, Monotoniezustand, Grad psychischer Sättigung oder Stress sind solche psycho-physische leistungshemmende Momente

Anmerkung 2:

Kraft, Koordination (u.a. auch Fähigkeit zur Präzision und Gleichgewichtsfähigkeit), Beweglichkeit und Ausdauer sind auch Basis sicheren Handelns (Mininieren von Fehlverhalten).

Anmerkung 3

Wenn Mitarbeiter müde heimkehren haben sie vergleichbar weniger als Lust als andere Berufsgruppen, etwas für die Erhaltung der Kondition zu tun.

Anmerkung 4

Wissenschaftliche Untersuchungen an Tausenden von Kreuzschmerz-Patienten (vgl. Literaturverzeichnis im Anhang des Kapitels) zeigten einen direkten Zusammenhang zwischen der Schwäche der tief liegenden Rückenmuskulatur der Lendenwirbelsäule und dem Beschwerdebild: je kräftiger die Rückenmuskulatur, desto geringer die Rückenschmerzen.

Anmerkung 5

Trainingszustand und aktuelles Ermüdungs- und Erholungsniveau:

Anmerkung 6

Dies umschließt mehr als nur die körperliche Qualifizierung

Anmerkung 7

Setzt eine entsprechende Qualifizierung der Führungskräfte voraus

Anmerkung 8

Z.B. Einleitung von Bewegungen aus dem Becken oder aus dem Brustbein

Das Besondere:

Zielgruppe:

Zielsetzung:

Inhalte:

Methoden:

Dauer:

Anlässe:

Anfragen:

 

 


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