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Bewegungsergonomie

     

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Was ist Bewegungsergonomie ?

Die Bewegungsergonomie ist eine ganz junger Zweig der Ergonomie.

Ziele sind, 

  • der allgemeinen Bewegungsarmut mit ihren bekannten negativen Auswirkungen auf den Muskel- und Skelettapparat entgegen zu wirken...
  • über verschiedenste Lösungsebenen einseitige Beanspruchungen zu vermeiden und Arbeitsbedingungen zu verbessern 

Bewegungsanalyse in einer Palettenbaufirma

Überblick

Entspannungtraining im Zuge von PflegeFit

Wer die Quelle nutzen kann, braucht nicht einen Brunnen graben:

 


Zielsetzungen

Langfristige Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit durch Optimierung ergonomischer Voraussetzung und Mitarbeiterqualifizierung.

Implementierung der daraus resultierenden Schwerpunkte in den innerbetrieblichen Arbeitnehmerschutz (Evaluierung).

Für gewöhnlich wird der Schwerpunkt auf die Prävention des Bewegungs- und Stützapparats gelegt. Man holt die MitarbeiterInnen bei ihren leidensorientierten Erwartungen ab und setzt Maßnahmen auf Grund von Ergebnissen aus Arbeitsplatzevaluierungen oder Gesundheitszirkel.

Das hängt damit zusammen, daß Bewegung bei den meisten mit Rückenschmerzen konnotiert wird, im beruflichen Kontext ungleich weniger mit Herz-Kreislauf-Aspekten wie im Freizeitsport. Dies verstellt die Sicht auf damit zusammenhängende Aspekte wie Stress, Ermüdung bzw. Regeneration und in weiterer Hinsicht seines Potentials als Beitrag zur  Arbeitssicherheit.

 

Inhalte der Bewegungsergonomie   Arbeitsverbesserungsvorschlag veranschaulichen

Bewegungsergonomie beschäftigt sich mit menschlichen Körperhaltungen, Bewegungsabläufen, Maßnahmen auf der Bewegungsebene und ergonomischen Maßnahmen, insofern sie die Verbesserung von Bewegungsqualität unterstützen und berücksichtigt drei Ebenen, nämlich

  • Bewegungsqualität
  • Kompensatorische Bewegungsprogramme
  • Erweiterung, Verfeinerung des Pools an Handlungsalternativen
  • Arbeitsplatz- und Arbeitsumgebungsgestaltung (z.B. gelenksschonende Anordnung der Arbeitsmittel)

Hintergrund

Die Bewegungsqualität bei der Arbeit beeinflusst wesentlich die Befindlichkeit bzw. das Auftreten von Beschwerden (von Verspannungen über Gelenksschmerzen bis zu Haltungsschäden) mit . 

Für gewöhnlich wird die Qualität der Arbeitsbewegung wird von den Beteiligten an der erfolgreiche Erledigung einzelner Arbeitsaufgaben gemessen. Mittel- und langfristige Auswirkungen werden nicht berücksichtigt.

Ein weiteres Anwendungsfeld der Bewegungsergonomie ist die Unfallverhütung (Gleichgewichtsvermögen): So muss die Unfallerthese auch aus bewegungsergonomischen Aspekten kritisch hinterfragt werden. Eine Schlüsselrolle für Arbeitssicherheit nimmt aber das Körpergefühl ein: Je feiner die eigene Eigenwahrnehmungsfähigkeit ist, desto früher kann sich der Arbeiter aus der beanspruchenden Situation herausnehmen, bzw. in Krisensituationen reagieren.


Umsetzung 

Bewährt hat sich 

  • die vorausgehende Sensibilisierung der direkten Vorgesetzten
  • das Arbeiten mit kleinen Gruppen
  • über mehrere Einheiten verteilt
  • bezugnehmend auf Arbeitsbewegungen
  • sowie die Arbeitssituationen einbeziehend

 

Konzeptionsbeispiel

CoC-Telekom: Stimmig Arbeiten

 

 

In der Fleischerei bei Tann in Wörgl
 
 

 

 

 

 

 

 

Erfahrungen  

  1. Projektarbeit hat sich bewährt als eine konstruktive Alternative zum ineffizienten Mindesteinsatzzeitenmodell.
  2. Mitarbeiterschulungen greifen nicht, wenn sie bloß auf expertenorientierten Wissensvermittlung abstellen. Deshalb gilt es, Situationen zu inszenieren und die Mitarbeiter zu motivieren, ihr Insiderwissen anzuwenden. Das Bewegungscoaching-Konzept trägt dem Rechnung.
  3. Bewegungstipps müssen sich auf die aktuelle Arbeitssituation beziehen, Zusammenhänge zu aktuellen Problemen sollten hergestellt werden.
  4. Die Bewegungsqualität hängt wesentlich davon ab, in welcher aktuellen Kondition man sich befindet.
  5. Die aktuelle Kondition lässt unmittelbar verbessern durch Pausen oder Tätigkeitswechsel
  6. Der Erholungswert von Pausen hängt weniger von der Länge als von der Art der Gestaltung ab.
  7. In vielen Branchen gibt es einen ganzen Schatz an "Inpertenwissen", den es lohnt zu bergen, d.h. zu thematisieren und systematisieren. Dieses Inpertenwissen muss während der Betreuung vor Ort bewusst gemacht und gefördert werden.
  8. Die Arbeitsqualität lässt sich innerhalb weniger Einheiten thematisieren, umsetzbar wird dieses wissen aber nur, wenn auch das Körperbewusstsein während der Arbeit gesteigert wird. Für diesen Prozess wird im allgemeinen aber keine Zeit budgetiert.
  9. Das Perpetuum mobile gibt es (gerade) im Bereich Verhaltensprävention nicht, daher verflüchtigen sich Effekte der Verhaltensprävention. Bewegungsergonomische Aspekte müssen deshalb kontinuierlich und in immer neuer Form thematisiert werden.

Herz-Kreislauf kein Thema im Betrieb ?

Das hängt damit zusammen, das die Aktivierung des Herz-Kreislaufsystems im Betrieb als Belastung beschrieben und der positive Trainingseffekt ausgeklammert wird (ein Nachteil des arbeitsmedizinischen Belastungs-Beanspruchungs-Dogma).

  • Man denke nur an die lächerliche Blüte der Schwerarbeiterregelung, wo der Kalorienverbrauch als einziges Kriterium für Arbeitsschwere herangezogen wurde - und das in einer zunehmend adipösen Gesellschaft, in der das Diktat der negative Kalorienbilanz die Bewegungskultur verarmen ließe, wäre da nicht - man verzeihe mir den Sarkasmus - der Leistungssport mit all seinen Blüten.

Den Herz-Kreislauf-Aspekt lässt sich im Betrieb mit

 

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